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STECKBRIEF
| Wissenschaftlicher Name: |
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Grammomys spec. |
| Deutscher Name: |
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Akazienmaus |
| Englischer Name: |
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African Thicket Rat |
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| Ordnung: |
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Rodentia |
| Familie: |
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Muridae |
| Unterfamilie: |
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Murinae |
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| Vorkommen: |
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Tansania, die Gattung ist in Afrika weit verbreitet |
| Größe: |
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9-11 cm + 15-20 cm Schwanz |
| Gewicht: |
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40-60 g |
| Geschlechtsreife: |
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mit 7 bis 10 Wochen |
| Tragzeit: |
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ca. 24 Tage |
| Durchschnittliche Wurfgröße: |
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2-3 Junge |
| Sozialverhalten: |
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Einzelgänger, bei genug Platz Paarhaltung möglich |
| Aktivitätsphasen: |
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Nachtaktiv |
| Besonderheiten: |
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- |
| Anspruch: |
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Haltung prinzipiell einfach, aber oft sehr unverträglich |
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ALLGEMEINES
Ähnlich wie die Akazienratten (Thallomys) sehen die ebenfalls baumbewohnenden und nachtaktiven Akazienmäuse Afrikas aus. Auch sie haben einen sehr langen Schwanz, der im Verhältnis zum Körper sogar noch um einiges länger ist als bei den Akazienratten. Sie bleiben ein Stück kleiner und schlanker als diese, und weisen statt eines grauen ein gelb- oder rötlichbraunes Rückenfell auf.
Viel ist nicht über die Biologie der 11 Arten der Gattung Grammomys bekannt und es ist auch noch nicht sicher, welche Art nun genau bei uns gehalten wird. Sie wurde als Grammomys caniceps aus Tansania importiert, jedoch kommen dort noch weitere Arten vor, die z. T. sehr variabel in der Färbung sind. Ihre natürliche Nahrung besteht fast ausschließlich aus pflanzlichem Material. Sie sind eher einzelgängerisch, lediglich Weibchen leben mit ihren Jungen zusammen. Während Akazienratten aus Trockensavannen stammen, leben zumindest manche Grammomys-Arten auch in tropisch-feuchten Waldgebieten.
Grammomys dolichurus ist inzwischen ein wichtiges Labortier in der Malariaforschung, da diese Art der natürliche Wirt für den Parasiten Plasmodium berghei ist, einen nahen Verwandten der Malariaerreger des Menschen.
So elegant die Tiere auch aussehen und so schön sie zu beobachten sind, eignen sie sich doch eher für „Kleinsäugerspezialisten“, da wegen der teilweise sehr starken innerartlichen Aggression eine Haltung mehrerer Tiere manchmal fast unmöglich ist oder zumindest sehr große Terrarien erfordert. Auch bleiben sie fast immer sehr scheu und eignen sich somit ausschließlich für Halter, die eine Art nur zur Beobachtung suchen. Leider sind sie unter anderem wegen ihrer ausgeprägten Aggressivität schon wieder fast aus den Terrarien der Kleinsäugerhalter verschwunden, und es wäre sehr wünschenswert, wenn sich zumindest ein paar verantwortungsbewusste Halter dieser schönen Art annehmen würden, um die letzten Bestände zu erhalten.
Text von Stefan Schumacher |